Andrew Watts
Der englische Countertenor Andrew Watts gilt heute nicht nur als ein hervorragender Rolleninterpret des klassischen Counterfachs, sondern hat sich durch seine außergewöhnliche Bühnenpräsenz den Ruf eines heißbergehrten Sängers für das Repertoire des 20. und 21. Jahrhunderts erworben – eine seiner Paraderollen ist Edgar in Reimans Lear, die er in Hamburg, Paris, Florenz, München und Madrid gesungen hat. Neben den Kernpartien des Countertenor-Repertoires, darunter Ottone / Agrippina, Athamas / Semele, Arsamene / Xerxes, Oberon / A Midsummer Night’s Dream, Baba the Turk / The Rake‘s Progress oder Orlofsky / Die Fledermaus hat er über 60 Uraufführungen u. a. in London, Mailand, Venedig, an der Staatsoper und bei den Philharmonikern in Berlin, in Lyon, Los Angeles sowie bei den Festivals in Salzburg, Bregenz, Luzern, Glyndebourne, Aldeburgh und Edinburgh, bei der Ruhrtriennale und den BBC Proms interpretiert. Die Komponist*innen sind ein Who is Who der zeitgenössischen Musik: Harrison Birtwistle, Olga Neuwirth, Unsuk Chin, Emmanuel Nuñez, Adriano Guarnieri, Raymond Yiu, Michael Finnissey, Judith Weir, Torsten Rasch, Tansy Davies oder Elena Langer. Zu seinen jüngsten Engagements zählen u. a. Neuwirths Keyframes for a Hippogriff mit den Berliner Philharmonikern, dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra und dem New York Philharmonic sowie deren The Outcast in der Philharmonie de Paris und Monster's Paradise in Hamburg und Zürich, Fürst Gogo / Le Grand Macabre an der Staatsoper Wien, beim Enescu Festival und mit dem Orchestre national de France, Orlofsky in München sowie Alice in Wonderland am Theater an der Wien. In der Saison 2026/27 gibt er sein Debüt an der Deutschen Oper Berlin.