Giampaolo Bisanti
Giampaolo Maria Bisanti wurde in Mailand geboren und studierte Dirigieren, Klarinette, Klavier und Komposition am Konservatorium seiner Heimatstadt. Er gewann mehrere Preise bei internationalen Dirigentenwettbewerben, darunter den Dimitris Mitropolous-Wettbewerb in Athen. 2017 bis 2022 war er Chefdirigent des Teatro Petruzzelli in Bari, wo er auch sein erstes Wagner-Werk, Der fliegende Holländer, dirigierte. Seit 2022/23 ist er Musikdirektor an der Royal Opéra de Wallonie in Lüttich, wo er in der Saison 25/26 neben Faust und Lucrezia Borgia auch Pique Dame dirigierte. An der Staatsoper Wien ist er mit Madama Butterfly und La traviata zu Gast, in Hamburg mit Tosca, in Genua mit Il trovatore, in Dreden mit Roméo et Juliette und mit La traviata bei seinem Debüt an der Opera Australia in Melbourne. Seit 2015 gab er eine Reihe von wichtigen internationalen Debüts, darunter La bohème an der Oper Zürich und Macbeth am Gran Teatre del Liceu Barcelona, es folgten Neuproduktionen und Wiederaufnahmen an der Wiener Staatsoper, der Semperoper Dresden, der Bayerischen Staatsoper München, dem Teatro La Fenice in Venedig, dem Maggio Musicale Fiorentino in Florenz, dem Festival Les Chorégies in Orange, dem New National Theatre Tokyo und dem Concertgebouw in Amsterdam, an der Opéra Bastille in Paris sowie an der Mailänder Scala, wo er 2022 Adriana Lecouvreur und Un ballo in maschera, 2023 Macbeth und 2024 Cavalleria rusticana / Pagliacci dirigierte. War Bisanti am Anfang seiner Karriere vor allem für italienische Werke gefragt, hat er sein Repertoire inzwischen um das französische Repertoire (Faust, La damnation de Faust, Werther, Roméo et Juliette, Benvenuto Cellini), einige Werke Wagners (Der fliegende Holländer, Tristan und Isolde) oder Dvořáks Rusalka erweitert. An der Deutschen Oper Berlin ist er seit 2016 gerngesehener Gast und leitete hier Aufführungen von Rigoletto, La traviata, Aida, Nabucco, Andrea Chenier sowie Tosca.